Typische Bonsaigärtnerei Japan

Spätsommer 2017, unsere Bonsai-Einkaufstour nach Japan steht an. Die Vorfreude ist groß. Wenn die lange Reise nur nicht wäre. Rund 24 Stunden ist man schon bis Japan unterwegs. Es gibt deutlich Bequemeres als Flugzeugsitze und abgepacktes Flugzeugessen.

Ankunft in Japan

Wir haben die Strapazen der Reise aber überstanden und in Tokyo lacht uns die Sonne entgegen. 11:00 Uhr Ortszeit, bei knapp über 30°C geht es sofort los, die ersten Gärtnereien werden direkt vom Flughafen aus angefahren. Das Angebot an Bonsai in Qualität und Quantität ist jedesmal überwältigend. Für uns Europäer ein Traum. Vom „fertigen“ Kimura-Baum bis zur Ahorn-Jungpflanze wird uns alles angeboten. Wir ordern in fast jeder Gärtnerei Bäume.

Durchatmen, Hotel und Vorbereitung für die morgige Tour

Mit Einbruch der Dunkelheit, die dort in der Region um Tokyo recht schnell eintritt, treten wir die Rückfahrt in die Stadt und zu unserem Hotel an. Nach fast 48 Stunden auf den Beinen, einer dann unbedingt benötigten Dusche und dem Ordnen der Erlebnisse des Tages folgt dann eine Entschädigung: Das Abendessen mit unseren japanischen Partnern.

Wie immer am ersten Abend gehen wir in ein nahegelegenes Sushi-Restaurant. Haben wir mal wieder einen Platz am Tresen ergattert (deshalb heisst es ja auch „Sushi-Bar“), können wir aus nächster Nähe die Zubereitung und vor allem die für uns oft unbekannten Zutaten der Speisen beobachten. Das 1. Bier schmeckt schon köstlich. Es ist aber kein Vergleich zu den absolut frischen Sushi, Sashimi und anderen Meerestierchen, die wir serviert bekommen.

Manche Zutaten lebten 1 Minute vor dem Anrichten noch. Traumhaft – anders kann man dieses Erlebnis nicht beschreiben. Der erste Tag in Japan endet weit nach Mitternacht, es folgt eine doch äusserst kurze Nacht in einem sehr bequemen Hotelbett.

Raus aus Tokio

Um dem morgentlichen Stau der Autos auf Tokyos Strassen zu entgehen muss man die Stadt sehr, sehr zeitig verlassen, wenn man was zu erledigen hat. Und das haben wir. Bonsai. Bonsai bis zum Horizont. Das ist der Inhalt der nächsten Tage. Anschauen, aussuchen, Preise erfragen.

Rein in die Gärtnereien

Typische Bonsaigärtnerei Japan

Typische Bonsaigärtnerei Japan

Ja, es gibt keine Preisschilder an japanischen Bonsai. Nicht ein Einziges. Wir haben manchmal das Gefühl, die Preise richten sich nach der Tagesform der Verkäufer, nach dem Wochentag, nach unseren Nasen oder einfach nur nach dem Stand der Sonne. Man kann für vergleichbare Produkte in 3 Gärtnereien 3 völlig unterschiedliche Preise bekommen.

Es ist für uns auch völlig unverständlich, wenn man auf eine konkrete Preisfrage zu einem Bonsai nur ein freundliches, japanisches Lächeln als Antwort erhält – aber keinen Preis. Andere Länder, andere Sitten. Wir können mittlerweile damit umgehen.

Hunger!

Ramen

Nur durch ein Mittagessen (sucht mal im Internet nach „Ramen“) in einer kleinen, schlichten, typischen Gaststätte unterbrochen, vergeht die Zeit und wieder ein Tag mit Bonsai. Am Abend erfolgt dann etwas Buchhaltung, man muss ja den Überblick behalten. Nach einem wieder landestypischen Abendessen folgt wieder eine kurze Nacht und wieder ein doch recht anstrengender Tag. Wir haben immerhin zwischen 30-35°C. Im Schatten wohlgemerkt.

Ein Fazit der Einkaufstour 2017

Zusammengefasst haben wir im Umkreis von Tokyo, Saitama, Kawasaki, Yokohama und Kanuma in ca. 10-12 Gärtnereien Bonsai eingekauft. Mal mehr, mal weniger. Je nach Angebot. Es sind viele schöne Mädchenkiefern, aber auch Wacholder, verschiedenste Ahorne, große, dicke Azaleen und einige sehr schöne Granatäpfel dabei.

Export der Bonsau aus Japan

Unser Exporteur wird die Bonsai aus den Gärtnereien abholen, einpacken, den „Papierkram“ erledigen und den Container gegen Ende des Jahres versenden. Mitte Februar werden die Pflanzen bei uns ankommen. Das Auspacken der Bonsai weckt dann mitten im deutschen Winter schöne Erinnerungen an eine schöne, warme Zeit in Japan. Dann beginnt für uns wieder eine arbeitsintensive Zeit.

So geht es mit den Bonsai in Deutschland weiter

Entpackter Container, die meisten Bonsai sind noch in den Holzkisten

Entpackter Container, die meisten Bonsai sind noch in den Holzkisten

Entpackter Container, die meisten Bonsai sind noch in den Holzkisten

Nach Freigabe durch den Pflanzenschutzinspektor, Quarantäne der Nadelbäume, werden alle Bäume für den Verkauf vorbereitet. Teilweise neu ein-und umgetopft wird jeder Bonsai fotografiert, es wird ein Datensatz angelegt und die Bäume werden nach und nach in den Shop zum Verkauf eingestellt. Freuen wir uns also gemeinsam auf das nächste Frühjahr.

Mitte Februar werden die Pflanzen bei uns ankommen. Das Auspacken der Bonsai weckt dann mitten im deutschen Winter schöne Erinnerungen an eine schöne, warme Zeit in Japan. Dann beginnt für uns wieder eine arbeitsintensive Zeit.  Nach Freigabe durch den Pflanzenschutzinspektor, Quarantäne der Nadelbäume, werden alle Bäume für den Verkauf vorbereitet. Teilweise neu ein-und umgetopft wird jeder Bonsai fotografiert, es wird ein Datensatz angelegt und die Bäume werden nach und nach in den Shop zum Verkauf eingestellt. Freuen wir uns also gemeinsam auf das nächste Frühjahr.